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08.09
Sommerbühne: Algiers / Domi Chansorn
Open-Air-Konzert ab 19:30 des Musikbüros auf der Seebühne.

Unsere Beiz ist an diesem Abend normal für alle geöffnet - mit Küche bis 22:00 und zusätzlich Grill - allerdings ist mit natürlich mit Immissionen musikalischer Art zu rechnen.



Algiers

Das Fieber, es geht einfach nicht mehr weg. Die heisse Stirn ist mit kaltem Schweiss bedeckt, der Herzmuskel pulsiert unkontrolliert, während hinter den geschlossenen Augenlidern düstere, grobkörnige Bilder aufflackern. Immerhin: Den zugehörigen Soundtrack gibt es bereits. Algiers haben ihn geschrieben und ihn letzten Sommer mit dem Album «The Underside of Power» noch einmal weiter aufdatiert. Es ist «dystopischer Soul», wie ein Musikkritiker einst den Stil der Band aus Atlanta, Georgia, umschrieb. Man könnte weiter das Etikett «Endzeit-Gospel» anbringen, und auch die immer mal wieder gezogenen Vergleiche mit dem apokalyptisch-beschwörerischen Werk Nick Caves sind durchaus gerechtfertigt. Im Studio gruppiert Sänger Franklin James Fisher die eigene Stimme gerne mal in verfremdeter Form um den Hauptgesang herum und vervielfacht sich selbst so zum bedrohlichen Chor. Aber aus der angesammelten Düsternis dringt eben auch immer wieder die Liebe zur flotten, tanzbaren Melodie hervor. Dann rollt der Soul Train für einen kurzen, erhellenden Moment auf schimmernden Schienen über den Abgrund, in dem er anschliessend wieder verschwindet. Das ist insgesamt verstörend, aufwühlend – und nicht zuletzt deshalb beängstigend schön.